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Psychiatrische Institutsambulanz für Erwachsene in Geldern (Fürstenbergklinik)

Am 2. Januar 2003 wurde in Geldern die Außenstelle der Institutsambulanz der LVR-Klinik Bedburg-Hau in Betrieb genommen.

Das Behandlungskonzept der Institutsambulanz orientiert sich an sozialpsychiatrischen Leitgedanken. Diese berücksichtigen in besonderer Weise neben medizinischen und psychologischen Erkenntnissen die Bedeutung des sozialen Umfeldes bei Entwicklung und Verlauf psychischer Erkrankungen.

Um diesen Ansätzen bestmöglich gerecht zu werden, sind verschiedene Berufsgruppen in der Ambulanz tätig, die ihre Hilfsangebote im Team aufeinander abstimmen.

Zugang zur Ambulanz, Klientel

Die Zuweisung erfolgt durch niedergelassene Ärzte verschiedener Fachrichtungen, durch umliegende Krankenhäuser, über ambulante Hilfseinrichtungen (Seelsorge, Gesundheitsamt) und bei entsprechender Indikation aus dem eigenen stationären Bereich.

Behandelt werden können alle gesetzlich krankenversicherten Patienten mit einer Versicherungskarte oder einem Überweisungsschein, sowie Privat-Versicherte (Selbstzahler), die älter als 18 Jahre sind.

Aufgabenbereich, Behandlungsschwerpunkte

Die Institutsambulanz bietet ein differenziertes diagnostisches und therapeutisches Programm:

  • die Akutbehandlung mit Erst- und Beratungsgesprächen, Diagnostik und Differentialdiagnostik
  • Abklärung der Therapieindikation und Entwicklung eines qualifizierten, individuellen Behandlungskonzeptes
  • Hilfestellung bei akutem Traumata (Traumatherapie)
  • die Fortführung der Therapie nach stationärer bzw. tagesklinischer Behandlung
  • Mittel- bis langfristige spezialisierte psychiatrisch - psychotherapeutische Behandlung von insbesondere chronisch Kranken mit schizophrenen und affektiven Erkrankungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Auf Grund der besonderen Problematik der Patienten-Zielgruppe der Institutsambulanz liegen die Schwerpunkte der Tätigkeit der Ambulanzmitarbeiter unter anderem in

  • Hausbesuchen
  • Krisenbewältigung vor Ort
  • Kontakten mit Angehörigen und Bezugspersonen
  • Kontakten mit komplementären Einrichtungen im Lebensumfeld der Betroffenen

Behandlungsziele

  • Gesundung bei akuten Störungen
  • psychische Stabilisierung auf dem höchsterreichbaren Niveau von Ich-Fähigkeiten bei chronischen Störungen
  • Förderung eigenverantwortlicher Lebensgestaltung
  • Verhinderung von Chronifizierung
  • Vermeidung oder Verkürzung stationärer Behandlugen
  • Förderung eigenverantwortlicher Lebensführung
  • Verbesserung der sozialen Situation insbesondere der familiären Integration