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Psychiatrische Institutsambulanz in Kleve

Die Psychiatrische Institutsambulanz der LVR-Klinik Bedburg-Hau für Erwachsene besteht seit 1984 und ist seitdem zu einem festen Bestandteil des gemeindenahen psychiatrischen Versorgungssystems im Kreis Kleve geworden. Der konzeptionelle Kern der Institutsambulanz ist eine sozialpsychiatrische Orientierung, die durch ein multiprofessionelles Team verwirklicht wird.

Zugang zur Ambulanz, Klientel

Die Zuweisung erfolgt durch niedergelassene Ärzte verschiedener Fachrichtungen, durch umliegende Krankenhäuser, über ambulante Hilfseinrichtungen (Seelsorge, Gesundheitsamt) und bei entsprechender Indikation aus dem eigenen stationären Bereich.

Behandelt werden können alle gesetzlich krankenversicherten Patienten mit einer Versicherungskarte oder einem Überweisungsschein, sowie Privat-Versicherte (Selbstzahler), die älter als 18 Jahre sind.

Aufgabenbereich, Behandlungsschwerpunkte

Die Institutsambulanz bietet ein differenziertes diagnostisches und therapeutisches Programm.

Der Aufgabenbereich umfasst

  • die Akutbehandlung mit Erst- und Beratungsgesprächen, Diagnostik und Differentialdiagnostik
  • Abklärung der Therapieindikation und Entwicklung eines qualifizierten, individuellen Behandlungskonzeptes
  • Nachbetreuung nach stationärer Behandlung
  • Mittel- bis langfristige spezialisierte psychiatrisch - psychotherapeutische Behandlung von insbesondere chronisch Kranken mit schizophrenen und affektiven Erkrankungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Auf Grund der besonderen Problematik der Patienten-Zielgruppe der Institutsambulanz liegen die Schwerpunkte der Tätigkeit der Ambulanzmitarbeiter u. a. in

  • Hausbesuchen
  • Krisenbewältigung vor Ort
  • Kontakten mit Angehörigen und Bezugspersonen
  • Kontakten mit komplementären Einrichtungen im Lebensumfeld der Betroffenen

Behandlungsziele

  • Gesundung bei akuten Störungen
  • psychische Stabilisierung auf dem höchsterreichbaren Niveau von Ich-Fähigkeiten bei chronischen Störungen
  • Förderung eigenverantwortlicher Lebensgestaltung
  • Verhinderung von Chronifizierung
  • Vermeidung oder Verkürzung stationärer Behandlungen
  • Verbesserung der sozialen Situation insbesondere der familiären Integration