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Sternbuschklinik 1 und 2

Die 1986 an der LVR-Klinik Bedburg-Hau gegründete Depressionsstation befindet sich seit Januar 1992 in der Außenstelle der LVR-Klinik - in der Sternbuschklinik in Kleve, Nassauerallee 93.

Das Gebäude des ehemaligen Landesstraßenbauamtes in Kleve, an der Nassauer-Allee, Einmündung Uedemer Straße, liegt verkehrsgünstig. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und befindet sich in unmittelbarer Nähe des St.-Antonius-Hospitales und des Naherholungsgebietes "Sternbusch".

Die Nähe der Stadt Kleve ermöglicht eine gemeindenahe psychiatrische Versorgung. Da sich in der SBK auch die Institutsambulanz befindet, bietet sich die Möglichkeit einer engen Zusammenarbeit in der Patientenversorgung.

Jede der beiden Depressionsstationen ist eine offene, gemischtgeschlechtlich belegte 17 Betten-Station. Die modern und wohnlich eingerichteten Ein- und Zweibettzimmern verfügen über Dusche/WC und Telefonanschluss. Zwei Zimmer pro Station sind als privat eingerichtete Einheiten vorgesehen, in den ruhigen Garten orientiert, mit Fernseher und eigenem modern und großzügig eingerichtetem Bad ausgestattet. Zwei Aufenthaltsräume mit TV und ein ruhig gelegener, schön gestalteter Garten stehen den Patienten der Station zur Verfügung. Zum Angebot der Klinik gehört ebenfalls ein Internetzugang (kostenpflichtig).

Das Team der Sternbuschklinik

Auf beiden Stationen arbeiten multiprofessionell besetzte Teams.

Hierzu gehören:

  • Chefärztin
  • Oberarzt
  • Stationsärztinnen/-ärzte
  • Psychologinnen/Psychologen (Herr Franc Hrga)
  • Gesundheits- und Krankenpflegekräfte
  • Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter
  • Therapeutisches Team

Indikationen

  • Schwere, chronische und rezidivierende depressive Störungen
  • Depressive Phasen im Verlauf einer bipolaren Störung oder einer schizoaffektiven Störung
  • Psychogene Depressionen (reaktive und sog. neurotische Depressionen)
  • Depressive Entwicklung
  • Erschöpfungsdepressionen/Burn-out
  • Somatogene Depressionen (organische, symptomatische)

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Diagnostik (Routine)

  • Differenzierte psychiatrische und psychologische Diagnostik
  • Eingehende körperlich-neurologische Diagnostik
  • Regelmäßige labortechnische Untersuchungen
  • Regelmäßige EKG-Kontrollen
  • EEG-Untersuchungen

Diagnostik (fakultativ)

  • 24-Stunden-Blutdruckmessungen
  • Langzeit-EKG
  • CT-Untersuchungen
  • Sonographische Untersuchungen
  • Konsiliaruntersuchungen

Angebote

Zu den Angeboten im soziotherapeutischen, psychotherapeutischen und übrigen therapeutischen Rahmen gehören unter anderem:

  • Tägliche Zimmervisiten
  • Einzelsprechstunden (1 Mal/Woche)
  • Medikamentöse Einstellung
  • Gruppentherapie (Depressions- und Angstgruppe)
  • Bei Bedarf supportiv-psychotherapeutische Einzelgespräche
  • Ergotherapie
  • Dramatherapie
  • Tanztherapie
  • Entspannungstherapie
  • Kognitives Training
  • Sporttherapie
  • Wohlfühlprogramm
  • Stationsversammlung
  • Wärmetherapie
  • Lichttherapie
  • Schlafentzugstherapie
  • Soziotherapeutische Beratung und Unterstützung
  • Bei Bedarf Angehörigengespräche
  • Angehörigengruppe (1 Mal/Monat)
  • Gruppenangebote
  • Psychoedukation
  • Therapie an den Wochenenden
  • Belastungserprobungen
  • Arbeitstherapie
  • BELA-Gruppe
  • Koch- und Backgruppen

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Behandlungsziele

  • Verstärkung des Selbstwertgefühls
  • Reduktion von Hoffnungslosigkeit
  • Wiedererlangen von Selbständigkeit
  • Aktivierung, Steigerung der Belastbarkeit

Versorgungsaufgabe

Die Aufgabe der Depressionsstation ist es, Patienten mit in Vordergrund stehender depressiver Symptomatik zu behandeln.

Eine weitere Voraussetzung ist die Fähigkeit und Bereitschaft, an den Stationsdiensten (hauswirtschaftliche Tätigkeit) und außerstationären Aktivitäten (Ergotherapie, Sport, Kreativtherapie) teilzunehmen.

Nicht aufgenommen werden Patienten mit im Vordergrund stehender Suchtptoblematik, mit einem krankheitsbedingt erhöhten Überwachungsbedarf (akute Suizidalität, Verwirrtheit).

Behandlungskonzept

Die Depressionsstation verfügt über ein spezielles Behandlungskonzept, das Diagnostik, Therapie und Pflege von (schwerst) depressiv kranken Menschen umfasst. Zu diagnostischen Verfahren gehört auch Erarbeitung von individuellen Therapieplänen.

Das Therapiekonzept besteht vor allem aus einem stützend-empathisch wirkenden Modell mit Elementen

  • der kognitiven Verhaltenstherapie
  • der biologisch-pharmakologischen Medizin sowie
  • des psychosozialen Interventionsbereiches.

Das therapeutische Vorgehen basiert auf dem "psychotherapeutischen Basisverhalten", das einerseits durch empathisch akzeptierende, bedingungslose Aufnahme des Patienten, andererseits durch Verstärkung des nicht depressives Verhaltens gekennzeichnet wird.
Die im Rahmen der therapeutischen Gemeinschaft und Milieutherapie entstandene emotionale Atmosphäre ist für die Behandlung der depressiven Menschen unentbehrlich, sie wird von vielen Patienten als der wichtigste Therapiefaktor erlebt.
Die relativ homogene Patientengruppe führt zu einem verbesserten gegenseitigen Verständnis untereinander (Mitnahmeeffekt).
Das Pflegeteam arbeitet nach dem Leitsatz "Hilfe zur Selbsthilfe". Zu den Hauptaufgaben gehört, ein Milieu zu schaffen, das den natürlichen Lebensbedingungen möglichst nahe kommt. Es soll den zwischenmenschlichen Kontakt fördern und Raum für eigene Erfahrungen bieten.

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Therapieangebote

Neben der stützenden medikamentösen Behandlung bieten wir die Wachtherapie (sog. Schlafentzug) und die Lichttherapie an, die zu den anerkannten biologischen Verfahren in der Depressionsbehandlung gehören.

Des weiteren gehören fallbezogene Teambesprechungen mit Aktualisierung der individuellen Behandlungsplanung sowie Mitwirkung der Mitarbeiter aller Berufsgruppen an den Angehörigengruppen zum festen Bestandteil des Konzeptes.

Kooperation

Es besteht eine enge Kooperation mit allen in der Region vorhandenen Bestandteilen der Gesundheitsversorgung, insbesondere mit den niedergelassenen Ärzten und den umliegenden Krankenhäusern.

Die Station ist seit vielen Jahren Mitglied des Arbeitskreises der Depressionsstationen. Neben dem regelmäßigen fachlichen Erfahrungsaustausch im Rahmen der Treffen des Arbeitskreises, besteht intensive Kooperation mit einzelnen Depressionsstationen in der Bundesrepublik Deutschland.