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TRuSt (yourself)

Ambulantes Gruppentraining für Jugendliche ab 15 Jahre

In unserer Ambulanz findet regelmäßig eine therapeutisch begleitete Gruppe für Jugendliche statt.

Das ambulante Training ist für Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren vorgesehen. Der Gruppenname steht für Training zum Entdecken von Ressourcen und Stärken. Seit einigen Jahren haben wir gute Erfahrungen mit ambulanten Gruppen in unserer Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie gemacht. Daraus haben wir dann die TRuSt-Gruppe entwickelt und daher gibt es dieses spezielle Angebot für Jugendliche (weiblich und männlich). Die Treffen finden einmal wöchentlich statt und dauern ca. 120 Minuten (inkl. einer entsprechenden Pause). Das Training bietet Platz für 10 bis 14 Jugendliche und umfasst 14 (+1) Sitzungen.

Ziele des Trainings sind vor allem die Verbesserung des Selbstwertgefühls und der sichere und adäquate Umgang in Gruppen von Gleichaltrigen. Es soll möglich werden mehr soziale Kontakte wahrzunehmen, in Kontakt mit anderen Jugendlichen zu kommen und mögliche soziale Ängste abzubauen. Das Training soll einen sicheren Rahmen bieten, um an eigenen Zielen und Problemen arbeiten zu können. Geleitet wird das Training durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und eine Co-Therapeutin (siehe unten).

Warum macht so eine Gruppe Sinn?

Immer mehr Jugendliche ziehen sich zurück, vermeiden den Kontakt zu Gleichaltrigen und werden so zum Einzelgänger, ohne es wirklich zu wollen.

Häufig steckt ein gestörtes Selbstbewusstsein dahinter, manche haben Mobbingerfahrungen hinter sich und einigen fehlt die tagtägliche Erfahrung mit Geschwisterkindern. Oft sind es schüchterne und selbstunsichere Jugendliche die soziale Kontakte, wenn möglich, vermeiden.

Um zu verhindern, dass diese Jugendlichen sich selbst immer mehr isolieren und keinen Anschluss in ihrer Klasse, einem Verein oder einer anderen Gruppe finden, was gerade für Heranwachsende besonders wichtig wäre, bietet die Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Bedburg-Hau dieses ambulante Training an.

Eine wichtige Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass die/der Jugendliche selber motiviert ist. Zu Beginn soll es darum gehen, sich untereinander besser kennen zu lernen, damit eine vertrauensvolle Basis für die Zusammenarbeit entstehen kann. In den folgenden Sitzungen geht es darum, nach Ressourcen und Stärken zu schauen, sich mit eigenen Zielen und Bedürfnissen zu befassen, das Selbstwertgefühl zu verbessern, etc. Es geht um die eigene Persönlichkeit, Gedanken an die Zukunft, Erleben von Gefühlen und den Umgang damit (z.B. Angst).

Die Sitzungen sind abwechslungsreich gestaltet und leben von dem, was wir miteinander daraus machen. Es wird mal mehr theoretische Dinge geben, die wir im gemeinsamen Gespräch oder in kleineren Gruppen entwickeln, dann gibt es auch Termine mit sehr praktischen Übungen (Rollenspiele etc.). Die Gruppentermine finden jeweils mittwochs von ca. 16:00 bis ca. 18:00 Uhr statt. Da wir ggf. verschiedene Räumlichkeiten nutzen, findet das Treffen immer im Wartebereich der Ambulanz in Haus 47 statt. Es sind auch einzelne Termine außerhalb der Ambulanz geplant. Wir teilen euch rechtzeitig mit, wann und wo wir uns dann treffen, damit Jede(r) Bescheid weiß.

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Kontaktpersonen

Für Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

  • S. van Appeldorn
    Krankenschwester/Gesundheitsberaterin
  • S. Boothe
    Fachkrankenschwester für Psychiatrie und Fachkraft für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • A. Djawadi
    Facharzt für Kinder-und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie

Erstgepräch

Vor der Teilnahme am Gruppenangebot ist gegebenenfalls ein Erstgespräch nötig, um die Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Krankenkassen abzuklären. Wenn Fragen bestehen melden Sie sich bitte telefonisch bei der Institusambulanz. Wir beraten Sie/Euch gerne und klären offene Fragen auch ggf. in einem persönlichen Gespräch.

Erfahrungsbericht

Natürlich ist es als Anbieter einer Gruppe leicht zu sagen, wofür es gut ist und was es bringt. Aber wer könnte besser die Vorteile, Schwierigkeiten und Erlebnisse/Eindrücke besser schildern, als jemand, der die Gruppe selber mitgemacht hat. So konnten wir eine Teilnehmerin gewinnen, ihre Gedanken vor Beginn von TRuSt und auch ihre Erfahrungen im Verlauf zu schildern.