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Fachklinik für Entwöhnungsbehandlung - Haus Fahnenkamp

Haus Fahnenkamp ist seit 1978 eine Fachklinik, die sich vornehmlich auf die Behandlung alkohol- und/oder medikamentenabhängiger Frauen und Männer spezialisiert hat. Seit August 2013 werden in der Fachklinik Haus Fahnenkamp sowohl alkohol- und/ oder medikamentenabhängige, als auch cannabinoidabhängige volljährige, also erwachsene, Männer und Frauen behandelt.

Die Klinik ist von der Deutschen Rentenversicherung Rheinland (DRV Rheinland) als Behandlungsstätte anerkannt. Mit dem gegenwärtigen Konzept wird Haus Fahnenkamp den Erfordernissen von Individualisierung und Flexibilisierung der Behandlung gerecht. Es ermöglicht die qualifizierte Betreuung des Abhängigen im regionalen Behandlungsverbund und orientiert sich an kognitiv-verhaltenstherapeutisch, systemisch-lösungsorientierten und tiefenpsychologischen Behandlungsprinzipien. Außerdem richtet sich das Konzept der Fachklinik Fahnenkamp an die BORA-Leitlinien (Berufliche Orientierung in der Rehabilitation für Abhängigkeitserkrankungen), und beinhaltet somit die Stärkung der Grundarbeitsfähigkeiten, der sozialen Fähigkeiten und des Selbstbildes.

Die Behandlungsdauer beträgt bei Alkoholabhängigkeit etwa 16 Wochen, bei Cannabinoidabhängigkeit etwa 20 Wochen. In der Therapie geht es einerseits um Veränderung und andererseits um Akzeptanz. Wir möchten sie auf diesem Weg unterstützen, auf dem sie lernen können ihr Leben abstinent zu gestalten. Der Erfolg der Entwöhnungstherapie hängt natürlich auch mit der Motivation zusammen, die sie mitbringen. Sie treten die Therapie freiwillig an und je mehr „Einsatz“ sie zeigen, desto erfolgsversprechender ist das Therapieergebnis.

Die Klinik ist ein Arbeitsbereich der Abteilung für Suchtkrankheiten und Psychotherapie der LVR-Kliniken Bedburg-Hau. Haus Fahnenkamp ist am unteren linken Niederrhein gelegen. Und bietet mit ihrem ländlichen Charme eine Möglichkeit Abstand vom Konsum zu gewinnen. Gleichzeitig hat die Klinik sehr gute Anbindungsmöglichkeiten, Bus und Bahn sind zu Fuß erreichbar.

Die Freizeitgestaltung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Entwöhnungsbehandlung. Im Hause stehen Ihnen verschiedene Freizeitmöglichkeiten wie z. B. Tischtennis oder Fitnessraum zur Verfügung. In der Umgebung befinden sich Schwimmbäder, Fußballplätze, Seen, Wälder, Museen, Kino, Freizeitpark und auch die Kreisstadt ist nur 4 km entfernt und mit Bus oder Bahn gut erreichbar.

Wenn sie an einer Therapie in Haus Fahnenkamp interessiert sind, können sie entweder über die Suchtberatungsstellen in ihrer Umgebung einen Antrag auf eine Langzeittherapie stellen, oder sie können das Nahtlosverfahren bei entsprechender Indikation und Notwendigkeit über die stationäre Aufnahme in der AP II nutzen um in Haus Fahnenkamp aufgenommen werden zu können.

Die Therapien finden sowohl in kleinen Gruppen als auch in Einzelgesprächen statt. Wir bieten unseren RehabilitandInnen ein vielfältiges Therapieprogramm:

  • die Medizinische Therapie
  • Gruppentherapie
  • Stützende Einzelgespräche
  • Ergotherapie mit gestaltungstherapeutischen Mitteln
  • Ergotherapie/Arbeitstherapie
  • Gartengruppe
  • Hirnleistungstraining
  • Konzentrative Bewegungstherapie
  • Musiktherapie
  • Selbstwahrnehmungsgruppe
  • Psychoedukationsgruppe
  • Soziales Kompetenztraining
  • Akupunktur
  • Informationsgruppe
  • Sozialtherapie
  • Bewerbertraining
  • Stationsdienste
  • Sport-, Bewegungs- und Entspannungstechniken
  • Reittherapie
  • Ernährungsberatung

Wir bieten unter Anderem auch Bewerbungstraining oder die Arbeit am Computer als Fortbildungsmöglichkeiten an. So wird jeder angeregt, sich seiner individuellen Freizeitgestaltung zuzuwenden und auf diesem Bereich persönliche Interessen zu entwickeln.

Die Grundidee unserer Arbeit besteht darin, dem RehabilitandInnen dabei zu helfen, ihre Sichtweise auf die Lebensgestaltung auch im nüchternen Zustand wieder auf die eigenen Lösungsstrategien zu richten. Alle Therapieangebote dienen letztlich der Verbesserung der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstseins im Hinblick auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten.

Eine wichtige Voraussetzung für den therapeutischen Prozess ist die Gestaltung des Stationslebens im Sinne einer therapeutischen Gruppengemeinschaft. Im täglichen Miteinander erhält der Einzelne die Gelegenheit, sich selbst im Kontakt mit Anderen besser kennen zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und (Selbst-)Vertrauen zu entwickeln. Die Gruppe bietet den Ort und den Rahmen, neue Verhaltensmuster handelnd auszuprobieren.

Für einen längerfristigen Therapieerfolg ist es von zentraler Bedeutung, die nächsten Angehörigen (Partner, Kinder usw.) einzubeziehen und zu Gesprächen einzuladen. Im Bedarfsfall geben wir den Angehörigen auch die Gelegenheit, mit anderen Betroffenen über ihre Konflikte mit ihren abhängigen Partnern oder Familienangehörigen zu sprechen und sich über gemeinsame oder auch unterschiedliche Vorstellungen von der Suchterkrankung und zukünftigen Umgangsformen zu unterhalten.

Weitere Informationen über die Langzeitentwöhnungstherpie in der Fachklinik Haus Fahnenkamp finden sie im Anhang. Selbstverständlich dürfen sie auch telefonisch Kontakt zu uns aufnehmen, falls sie noch Fragen an uns haben.

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